Monatshygiene mal anders: Hautfreundliche und nachhaltige Alternativen zu Tampons, Binden und Einlagen

Im Laufe ihres Lebens verbrauchen Frauen im Durchschnitt mehr als 10.000 Binden, Tampons und Slipeinlagen. Die herkömmliche Art der Monatshygiene ist damit ein echter Mülllieferant und verursacht zusätzlich so einiges an Kosten. Gleichzeitig leiden Frauen mit sensibler Haut durch die Einwegprodukte immer wieder an Hautreizungen und weiteren Beschwerden. Gleich mehrere gute Gründe, um sich nach nachhaltigen, schonenden und hautfreundlichen Alternativen umzusehen.

Frauenbeine in einer Badewanne mit Rosen im Wasser

Binden und Tampons aus Bio-Baumwolle

Zellstoff-Plastik-Gemische, Weichmacher und künstliche Duftstoffe – in der handelsüblichen Monatshygiene steckt meist viel mehr drin als nur Baumwolle. Es sind Inhaltsstoffe, die das Risiko für Scheideninfektionen, Hautirritationen & Co stark fördern. Um auf diesen Umstand zu reagieren bieten immer mehr Hersteller Binden, Tampons und Slipeinlagen an, die garantiert aus Bio-Baumwolle hergestellt werden und frei von chemischen Rückstände und Parfum sind. Produkte dieser Art sind hypoallergen und verursachen keine Reizungen auf der Haut. Der Nachteil von Binden und Tampons in Bio-Qualität ist das Müllaufkommen, welches nach wie vor bestehen bleibt. Allerdings sind die natürlicheren Varianten biologisch abbaubar und tragen so einen kleinen Teil zu einem umweltbewussteren Konsumverhalten bei.

Stoffbinden und Menstruationsslips

Wiederverwendbar, nachhaltig und schonend für das Budget sind Stoffbinden. Diese bestehen aus atmungsaktiver, saugfähiger Baumwolle und haben die Form einer herkömmlichen Binde mit Flügeln. Statt mit Klebestreifen werden die Stoffbinden mit Druckknöpfen an der Unterwäsche fest gemacht, um ein Verrutschen und Auslaufen zu verhindern. Gewaschen werden die Stoffbinden in der Maschine bei 60 Grad, gemeinsam mit der anfallenden Buntwäsche. Da die Binden mehrmals pro Tag gewechselt werden müssen, haben viele Frauen bis zu 15 Stoffbinden in ihrer Sammlung. Das verursacht zwar im ersten Momente höhere Anschaffungskosten, die Investition lohnt sich aber schon nach kurzer Zeit. Stoffbinden können viele Jahre lang immer wieder benutzt werden. Fast noch praktischer sind Periodenslips. Dabei handelt es sich um scheinbar gewöhnliche Unterwäsche, in die eine saugfähige Schicht eingenäht wurde. Diese Höschen eigenen sich besonders gut an schwachen Tagen oder als zusätzlicher Schutz zu einer Menstruationstasse oder einem Bio-Tampon.

Menstruationstassen

Einen echten Trend haben in den letzten Jahren die sogenannten Menstruationstassen ausgelöst. Die Becher aus medizinischem Silikon gelten als nachhaltige Alternative zu Tampons. Die Tasse wird mit der Öffnung nach oben in die Vagina eingeführt und sollte dort nicht zu spüren sein. In ihr sammelt sich die Blutung und wird bei jedem Gang zur Toilette einfach dort entleert. Während der Periode reicht das Reinigen mit Wasser oder das kurze Auswischen mit Papier. Nach einer Monatsblutung wird die Menstruationstasse ausgekocht, um wieder hygienisch sauber zu sein. Eine sorgsam gepflegte Menstruationstasse hält mehrere Jahre und erspart den Kauf hunderter Tampons und Binden.