Menstruationsschwamm: Was ist das, Vorteile, Nachteile, Anwendung, Funktion, Hygiene, Reinigung, Materialien

Menstruationsschwämme sind neben Stoffbinden und Periodenslips eine weitere Alternative zu klassischer Monatshygiene. Was es damit auf sich hat – und ob ein Menstruationsschwamm für dich in Frage kommt – erfährst du in diesem Artikel.

Naturschwamm Levantiner

Menstruationsschwamm: Was ist das?

Der Menstruationsschwamm dient als nachhaltige Alternative zu den sonst üblichen Hygieneprodukten wie Binden oder Tampons. Dabei handelt es sich um ein natürliches Produkt, welches wiederverwendbar ist. Er ist sehr saugfähig und hautverträglich ist, deswegen lässt er sich ohne Probleme für die Monatsblutung verwenden. Mit der richtigen Pflege und umfassenden Reinigung profitieren die Nutzerinnen von den zahlreichen Vorteilen, die damit einhergehen. Dazu zählt sowohl der Schutz der Umwelt und der eigenen Gesundheit, als auch das Potenzial zum Einsparen von monatlichen Kosten.

Vorteile

Wiederverwendbar & Nachhaltig

Der Menstruationsschwamm gehört zu den nachwachsenden Naturprodukten, die wiederverwendbar sind. Er ist komplett frei von Plastik und anderen gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen auf chemischer Basis. Deshalb ist er hautverträglich und weich, auch fusselt er nicht.

Einfache Anwendung & Hautfreundlich

Des Weiteren trocknet der Menstruationsschwamm nicht die Scheide aus und schont beim Tragen die empfindlichen Schleimhäute.

Unkomplizierte Reinigung

Außerdem lässt er sich einfachen verwenden und reinigen, dazu ist hinterlässt er ein angenehmes Tragegefühl. Mehr zur Reinigung findest unten im Kapitel Reinigung.

Bei unterschiedlich starken Blutungen und für alle Altersgruppen geeignet

Darüber hinaus ist er für Frauen aller Altersgruppen geeignet. Aufgrund der unterschiedlichen Größen lässt sich der Menstruationsschwamm der Stärke der Monatsblutung anpassen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Hygieneprodukten lässt er sich viele Male verwenden, wobei die Dauer von der richtigen Reinigung abhängt. So halten Menstruationsschwämme bei guter Pflege über viele Zyklen hinweg. Deswegen lässt sich nicht nur Geld damit einsparen, sondern auch der entstehende Müll und die Verpackung vermeiden. Aus diesen Gründen stellt der Menstruationsschwamm eine gute Alternative zu einem herkömmlichen Tampon oder als Ersatz für Binden dar.

Menstruationsschwämme sind Naturprodukte aus dem Meer

Beim Geschlechtsverkehr nutzbar

Zudem lässt sich der Schwamm auch beim Geschlechtsverkehr während der Periode tragen. Da er sehr weich ist und im oberen Teil der Vagina eingesetzt wird, stört er weder die Trägerin noch ihren Geschlechtspartner, vielmehr passt er sich der Anatomie an. So ist ein Sexualverkehr ohne verschmiertes Blut möglich und die Bettwäsche bleibt sauber.

Nachteile

Wechseln, Reinigen und Reisen

Generell haben Menstruationsschwämme vergleichsweise wenig Nachteile. Manche Nutzerinnen müssen sich am Anfang etwas an den größeren Aufwand bei der Reinigung gewöhnen. Außerdem gestaltet sich das Wechseln und Reinigen unterwegs etwas schwierig, wenn nur eine öffentliche Toilette zur Verfügung steht. Diesbezüglich gestalten sich diese Prozesse für die Nutzerin als eher unangenehm und nicht besonders praktisch. Als Lösung für dieses Problem bietet sich ein zusätzlicher Menstruationsschwamm als Ersatz an. Wer sehr viel auf Achse ist, sollte am besten sogar mehrere Exemplare zur Verfügung haben. So lässt sich der benutzte Schwamm nach dem Gebrauch zuerst in einem kleinen Gefäß aufbewahren, bis irgendwann eine Reinigung möglich ist. Auf diese Weise lässt sich das Auswaschen in öffentlichen Räumen umgehen.

Bild eines Bus ausgebaut mit einem Bett
Auch auf Reisen kannst du Menstruationsschwämme einsetzen. Dann solltest du aber mehrere Schwämme bereit halten und diese regelmäßig wechseln.

Keimbildung

Jedoch sollte diese Wartezeit nicht zu lang sein, um das Risiko einer eventuellen Keimbildung zu verhindern. Auch Mensturationsschwämme können ein toxisches Schocksyndrom auslösen. Was genau das ist, erfährst Du in unserem Artikel zum Thema Toxic Shock Syndrome (TSS).

Nach Krankheit, Infektion oder im Wochenbett

Wer temporär an einer vaginalen Infektion leidet, sollte auf die Verwendung des Schwammes komplett verzichten. Der Grund: Die Keime könnten auch im Schwamm vorhanden sein. Beim Wochenfluss direkt nach der Geburt ist ein Gebrauch ebenfalls nicht zu empfehlen, da hier ein besonders großes Infektionsrisiko besteht. Außerdem sollte nach einer erfolgreichen Behandlung oder dem Ende des Ausflusses ein ganz neuer Menstruationsschwamm zum Einsatz kommen.

Garn und Nadel
Dir fühlst dich sicherer mit einem Rückführbändchen? Kein Problem: Einfach einen Faden um oder durch den Schwamm wickeln.

Kein Rückführbändchen

Manche Frauen stört es, dass Menstruationsschwämme kein Rückführbändchen besitzen. In diesem Fall kannst du selbst einfach ein kleines Bändchen um den Schwamm binden oder einen Faden durch ziehen.

Menstruationsschwämme sind nicht steril

Die meisten Menstruationsschwämme sind Naturprodukte. Sie werden nicht sterilisiert und können meistens nicht heiß gewaschen werden (sonst werden sie hart und können nicht mehr verwendet werden). Das bedeutet: Rückstände wie etwa Bakterien oder Sand aus der „früheren Umgebung“ können noch vorhanden sein. Daher solltest du besonders viel Wert auf die regelmäßige Reinigung deines Schwamms legen – insbesondere z.B. mit Essigwasser. Mehr dazu weiter unten.

Wie funktionieren Menstruationsschwämme?

Menstruationsschwämme bestehen aus einem besonders saugfähigen Material, welches sich mit dem Monatsblut vollsaugt. Der Schwamm sitzt im Inneren der Vagina und passt sich optimal der anatomischen Form, die bei jeder Frau variieren kann. Deswegen spürt ihn die Trägerin nach dem Einsetzen nicht mehr oder nur ganz wenig. Wenn der Menstruationsschwamm allerdings zu groß ist, lässt er sich ganz leicht in die benötigte Größenordnung zurecht schneiden. Dafür das Exemplar zuerst mit etwas Wasser anfeuchten und einführen, um das Format besser einschätzen zu können. Erst danach den Überschuss wegschneiden.

Wie werden Menstruationsschwämme angewendet?

Vor der allerersten Anwendung muss der neue Menstruationsschwamm erst einmal gereinigt werden. Dafür Essigwasser verwenden, so wird er nicht nur sauber, sondern erhält auch einen neutralen pH-Wert. Im Anschluss die gesamte Flüssigkeit ausdrücken und den Schwamm in die Vagina einführen, dabei wie mit einem Tampon vorgehen. Den Menstruationsschwamm mit dem Mittelfinger vorsichtig weiter nach oben in die Scheide schieben. So passt er sich der Körperform der Nutzerin an, sodass beim Tragen nichts davon zu spüren ist. Komparabel zum konventionellen Tampon ist die Dauer des Gebrauchs von der Stärke der Monatsblutung abhängig. Während dem stärkeren Abschnitt der Periode den Schwamm etwa alle zwei bis vier Stunden auswechseln. In der schwächeren Phase reicht normalerweise ein Wechsel nach vier bis acht Stunden aus. Falls die Blutung nicht zu stark ist, lässt sich der Schwamm Menstruationsschwamm auch die ganze Nacht über tragen. Bei starken Monatsblutungen kannst Du auch zwei Schwämme gleichzeitig einführen. Alternativ ist eine Kombination mit normalen oder waschbaren Binden möglich. Genauso einfach wie das Einführen ist auch das Entfernen des Schwammes, welches am besten in der Hocke funktioniert. Währenddessen die Beckenbodenmuskulatur anspannen und damit den Schwamm nach unten drücken. Im Anschluss mit dem Zeigefinger und Daumen greifen, dabei so ähnlich wie mit einer Pinzette vorgehen. Manche Frauen brauchen in der Anfangszeit für das Einsetzen oder Entfernen etwas Übung. Wenn der Schwamm jedoch komplett vollgesogen ist, rutscht er von alleine allmählich weiter nach unten.

Menstruationsschwämme lassen sich auch mit anderen Periodenprodukten kombinieren – zum Beispiel mit Stoffbinden oder Stoffslipeinlagen.

Hygiene

Vor der Verwendung zunächst gründlich die Hände waschen, um den Menstruationsschwamm auf eine hygienische Weise einzuführen. Den Schwamm nur bis maximal acht Stunden tragen. Nach diesem Zeitraum muss er aus der Vagina entnommen und gut gereinigt werden. Erst im Anschluss ist eine weitere Verwendung möglich. Nur durch das regelmäßige Wechseln und Reinigen lässt sich das gefährliche Toxische Schocksyndrom verhindern. Dabei handelt es um eine Erkrankung, welche im Rahmen der Periode entsteht, wenn sich giftige Stoffe in der Scheide bilden. Zu diesen Toxinen gehören Bakterien, deren Bildung und Vermehrung durch extrem saugfähige Materialien begünstigt wird, die sich zu lange in der Vagina befinden. Sobald die Aufnahmekapazität der Menstruationsschwämme überschritten ist, müssen sie gewechselt werden. Ansonsten kann es zum Auslaufen kommen. Da ein vollgesogener Schwamm schwerer wird, rutscht er ganz automatisch etwas nach unten. Deswegen spürt es die Trägerin, sobald der Zeitpunkt zum Wechseln gekommen ist. Falls Du zu Beginn zusätzliche Sicherheit brauchst oder Dir bei den ersten Anwendungsversuchen noch sehr unsicher bist, kannst Du für einen ergänzenden Schutz noch eine Binde oder Slipeinlage tragen. So musst Du keine Angst haben, dass die Unterwäsche oder das Bettlaken durch das austretende Blut verschmutzt wird.

Wie werden Menstruationsschwämme gereinigt?

Um den Menstruationsschwamm so lange wie möglich wiederverwenden zu können, muss eine durchgehende Hygiene gewährleistet sein. Dafür den Schwamm sowohl nach jedem Wechsel als auch nach jeder Periode gründlich reinigen.

Zur Reinigung gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Ein Gemisch aus Wasser und Essig
  • Teebaumöl (meist zusätzlich zur ersten Variante)
  • Essigessenz
  • Wasserstoffperoxid (3%)

Reinigung mit Wasser und Essig

Grundsätzlich eignet sich zu diesem Zweck am besten ein Gemisch aus Wasser und Essig, in einem Mischverhältnis von einem Teil Essig zu zwei Teilen Wasser. Für die abschließende Reinigung nach der Monatsblutung den Menstruationsschwamm die ganze Nacht über im Essigwasser einlegen, um sämtliche Keime zu beseitigen, welche sich durch das Blut bilden können.

Zusätzlich: Teebaumöl verwenden

Wer besonders gründlich vorgehen möchte, verwendet zusätzlich einige Tropfen Teebaumöl. Dieses ätherische Öl verfügt über eine antibakterielle Wirkung und unterbindet auch unangenehme Duftnoten beim Schwamm. Denkbar ist auch die Verwendung von Essigessenz, aufgrund der Stärke in einem Mischverhältnis von 1:10 vorgehen.

Reinigung mit Wasserstoffperoxid

Eine andere Variante ist eine Lösung mit 3% Wasserstoffperoxid, wobei das Verhältnis zu Wasser 1:3 beträgt. Dadurch hellt sich der Menstruationsschwamm auch erneut auf, falls er vom Blut und der anhaltenden Nutzung dunkel geworden sein sollte. Nach dem Einlegen den Menstruationsschwamm eingehend mit lauwarmem Wasser ausspülen. Diesbezüglich darf das Wasser nie zu heiß sein, deshalb die Wassertemperatur vorher überprüfen.

Schwamm darf nicht ausgekocht werden

Auf gar keinen Fall den Schwamm auskochen, dadurch würde er komplett abgetötet und extrem hart werden, sodass er keine Flüssigkeiten mehr aufnehmen könnte.

Topf mit heißem Wasser
Menstruationsschwämme dürfen auf keinen Fall heiß ausgekocht werden

Schwamm schnell trocknen lassen – in trockener Umgebung

Wichtig: Anschließend den Menstruationsschwamm zum Trocknen an einen trockenen und warmen Platz legen, dieser Prozess muss relativ zügig vor sich gehen. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit eignet sich das Badezimmer nicht für diesen Zweck, da hier sonst die Bakterienbildung begünstigt wird. Außerdem für die Lagerung ein luftiges Gefäß oder Stoff verwenden, zum Beispiel einen Beutel aus Baumwolle sowie ein Handtuch oder Waschhandschuh aus Frottee. Da es sich beim Menstruationsschwamm um einen noch lebenden, aquatischen Organismus handelt, ist eine luftdicht verschließbare Dose aus Plastik oder Metall für das langfristige Aufbewahren zwischen den Perioden nicht geeignet. Ansonsten kann der Schwamm anfangen zu schimmeln oder beginnt unangenehme Gerüche zu entwickeln.

Materialien

Der Menstruationsschwamm ist ein reines Naturprodukt, er wächst direkt auf dem Meeresboden. Aufgrund seiner besonders feinen Poren ist er sehr saugfähig, dazu besteht er aus einem weichen und flexiblen Material. Schwämme gehören nicht zu den Pflanzen, wie es fälschlicherweise oft angenommen wird. Vielmehr zählen sie zu den wirbellosen Vielzellern, dabei handelt es sich also um Tiere. Aus diesem Grund ist der Menstruationsschwamm für Veganer keine geeignete Alternative im Rahmen der Monatshygiene. Er ist in Fachkreisen auch als Levantiner Schwamm bekannt, da er überwiegend von der levantinischen Küste herkommt, die sich im östlichsten Teil des Mittelmeeres befindet. Wichtig ist, dass die Schwämme in nachhaltig bewirtschafteten Zuchtgebieten unter Kontrolle schonend geerntet werden. Nur so können die Organismen nachwachsen und erneut geerntet werden. Das Veredeln erfolgt mit Hilfe einer Mazeration. Im Vergleich zum herkömmlichen Bleichen handelt es sich dabei um eine sanfte und umweltschonende Methode. Ursprünglich bildet der Schwamm eine ovale Form sowie einen gelblichen bis braunen Farbton aus. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, können sowohl die Form und Größe als auch die Farbe variieren. Basierend auf seiner natürlichen Herkunft reizt der Menstruationsschwamm nicht die Schleimhäute. Bei der Auswahl ist auf handverlesene Qualität zu achten, der Schwamm sollte nicht nur feinporig sein, sondern auch über eine möglichst glatte Oberfläche verfügen. Im Fachhandel gibt es Exemplare in verschiedenen Größenordnungen zu kaufen. In den meisten Fällen ist der Schwamm zwischen fünf bis acht Zentimeter groß, in Ausnahmefälle kann er Größen von bis zu zehn Zentimeter erreichen. Deswegen lässt er sich der Stärke der Monatsblutung und der Form der Scheide optimal anpassen.

Fakten & Wissenswertes

Durch die Verwendung von herkömmlichen Menstruationsprodukten wie Binden und Tampons wird extrem viel Müll produziert. Menstruierende Frauen verbrauchen während ihrer fruchtbaren Jahre zigtausende Hygieneprodukte, welche die jährlich anwachsenden Müllberge noch vergrößern. In diesem Zusammenhang sind diese Artikel nicht nur in einer Plastikverpackung eingeschweißt, sondern bestehen überwiegend auch aus künstlichen Stoffen. Diese Kunststoffe stellen eine Gefahr für die Gesundheit dar und fördern das Entstehen von Keimen in der Vagina, zum Beispiel von Bakterien und Pilzen. Wer nachhaltiger leben will und das gesundheitliche Risiko während der Periode minimieren möchte, ist deswegen mit einem Menstruationsschwamm gut beraten. Als plastikfreie Naturprodukte stellen die Schwämme eine wiederverwendbare Alternative zu den konventionellen Wegwerfartikeln dar. Das Verwenden kommt der Umwelt zugute, durch seine wiederverwendbaren Eigenschaften verursacht er keinen Müll und die Finanzen werden geschont. Bei den Schwämmen handelt es sich auch um Tiere, die einen wichtigen Beitrag für das ökologische Gleichgewicht der Meere leisten. Nach dem Entsorgen werden sie auf einem natürlichen Weg abgebaut und hinterlassen keine schädlichen Rückstände wie Plastik. Jedoch solltest Du ausschließlich handgepflückte Exemplare aus kontrollierten Zuchtgebieten kaufen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass beim Pflücken die Wurzeln der Schwämme nicht zerstört werden. Im Anschluss an die Ernte können die Schwämme wieder nachwachsen und geerntet werden.

Wie lange sich ein Menstruationsschwamm einsetzen lässt

Menstruationsschwämme lassen sich während zahlreicher Zyklen einsetzen. Bei guter Pflege und korrekter Reinigung halten die Naturprodukte normalerweise bis zu einem Jahr. Anschließend ist ein Austausch notwendig, um die Hygiene und Sicherheit permanent zu gewährleisten. Wenn die Schwämme zu lange im Einsatz stehen oder nicht richtige gereinigt werden, erhöht sich das Risiko von vaginalen Krankheiten. Deswegen sollten die Nutzerinnen den Zustand der vorhandenen Exemplare stets im Auge behalten und rechtzeitig einen neuen Schwamm kaufen.

Eventuelle Schwierigkeiten bei der Verwendung

Es kann schon mal vorkommen, dass sich Schwierigkeiten bei der Verwendung der Schwämme einstellen. Wer bisher überwiegend Binden und nur wenige Tampons getragen hat, für den ist das Entfernen oft ungewohnt. Als Hilfe lässt sich ein Baumwollfaden um den Schwamm binden, sodass er sich einfacher aus der Scheide herausziehen lässt. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist sogar das Annähen eines Fadens möglich. Wenn in der Anfangszeit der Schwamm wiederholt ein- und ausgeführt wird, muss er jedes Mal mit kaltem Wasser ausgewaschen werden. Ansonsten gerinnt das Blut durch den beständigen Kontakt mit dem Sauerstoff in der Luft und lässt sich nicht mehr ohne Rückstände entfernen. Der Menstruationsschwamm kann nie im Körper der Frau ganz verschwinden, da die einzige Öffnung auf dem Weg zur Gebärmutter der Muttermund darstellt, welcher sehr klein ist und sich nur bei der Geburt weitet. Damit das Blut beim Reinigen nicht gerinnen kann, den Schwamm zuerst nach dem Entfernen unter fließend kaltem Wasser auswaschen. Im Anschluss lassen sich eventuelle Schleimreste an der Oberfläche des Schwammes besser mit lauwarmem Wasser beseitigen. Dieser Schleim hat einen glasigen Aspekt, er besteht aus der Schleimhaut, welcher nach jedem Eisprung in der Gebärmutter erneut gebildet und zusammen mit dem Menstruationsblut abgestoßen wird. Abhängig vom persönlichen Empfinden den letzten Spülgang bei der Reinigung zwischendurch mit warmem Wasser durchführen. So ist der Menstruationsschwamm nicht kalt beim erneuten Verwenden, sondern angenehm temperiert. Zum Schluss gut ausdrücken und wieder in die Scheide einführen.

Qualitätskontrolle

Ein vertrauenswürdiger Anbieter achtet auf eine hochwertige Qualität der Menstruationsschwämme, angefangen bei der Ernte bis zur Vorbereitung für den Verkauf. Sie werden einzeln überprüft und gesichtet. So lassen sich im Gegenlicht einer starken Leuchte eventuelle Fremdkörper wie kleine Muschelstücke oder Steinchen finden und sofort entfernen. Aufgrund der porösen Oberfläche der Schwämme kommt es in der Natur des Öfteren vor, dass sich diese Fremdkörper einnisten. Wenn die kleinen Teile weiter im Innenbereich der Schwämme liegen, kann es in sehr seltenen Fällen passieren, dass sie bei dieser Kontrolle übersehen werden. Anschließend spürt erst die Trägerin, dass sich noch etwas drinnen befindet. Deshalb das eigene Exemplar vor dem ersten Gebrauch gut nass machen und gründlich nach Fremdkörpern abtasten. Wenn es beim Entfernen der Teile zu Beschädigungen kommt, ersetzen die Anbieter normalerweise den Menstruationsschwamm.

Fazit

Du fragst dich, welche alternativen es noch gibt? In unserem Übersichts-Artikel „Alternative Monatshygiene – was ist das eigentlich“ haben wir sie für dich zusammengefasst!

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